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Die Burg vor der Restauration
Schon lange vor dem Bau der Burg wurde der isoliert liegende Phonolithkegel von Kelten, Germanen und Römern als Siedlungs- und Verteidigungsstätte genutzt. Die genau Entstehungszeit der Burg Olbrück lässt sich heute nicht mehr exakt bestimmen, doch ist die Gründung um das Jahr 1100 n. Chr. anzunehmen.
Laut "Laacher Stiftungsurkunde" aus dem Jahre 1112, ist der Begründer der Burg ein Angehöriger des Geschlechtes derer von Wied, namens Burkhard von Olbrück (vom keltischen "Orebrigga - Berg am Bach").
1190 übernimmt Erzbischof Philipp von Köln die Burg als Lehen von Theoderich von Wied.
1269 verpfändet Philipp von Köln die Burg an Ritter Peter von Eich. Damit setzen fast 300 Jahre ständig wechselnder Besitzverhältnisse und Erbstreitigkeiten ein.
1345 wird der "Burgfrieden zu Olbrück" geschlossen und die Burg zu einer Ganerbenburg ausgebaut. Die ständigen Besitzerwechsel enden erst als die Walpoden von Bassenheim Burg und Herrschaft Olbrück übernehmen.
Im Jahre 1632, zur Zeit des Dreißig-jährigen Krieges, greifen schwedische Regimente an und übernehmen die Burg. Doch bereits im folgenden Jahr kann sie zurückgewonnen werden.
Im Mai 1689, werden die Burg und die umliegenden Länderreien von General Marquis de Sourdis und seinen französischen Truppen überrannt und in Schutt und Asche gelegt.
1690 beginnt man mit dem Wiederaufbau der Burg, allerdings in veränderter Form da mit der ständig fortschreitenden Modernisierung der Kriegsführung, die Burgen einen Großteil ihrer Bedeutung als Verteidigungs- und Rückzugsbauten verlieren. Unter der Franzosenherrschaft wird die Olbrück mit einem repräsentativen Palas ausgestattet dessen Reste heute noch erhalten sind.

Knapp einhundert Jahre später, um 1797 wird die Burg jedoch als Wohnsitz endgültig aufgegeben und die umliegenden Ländereien nach und nach verkauft. Damit ist die Herrschaft Olbrück beendet.
Nachdem sie für die Bewohner der Umgebung jahrelang als Steinbruch diente, erwarb 1855 der preußische Staat die Ruine und initiiert einige Erhaltungsmaßnahmen. Doch bereits 1878 wird sie wieder veräußert, dieses mal an den Freiherrn Oscar von Ekesparre. Unter ihm wird der Bergfried ausgebaut, der untere Torbogen wieder hergestellt und die restlichen Fensterachsen des Palas wieder hergestellt. Die Interessen der von Ekesparre folgenden Besitzer beschränken sich auf die Abtragung des Phonolithkegels, doch zum Glück kann keiner von ihnen seine Pläne durchführen.
Erst 1956 bekommt Burg Olbrück mit Rainer Maria Schlitter, einem Architekten aus Düsseldorf, wieder einen Eigentümer der sich für den Erhalt dieses Wahrzeichens einsetzt. Schlitter leitet sofort die dringendsten Sicherungsmaßnahmen ein. Leider scheitern seine Pläne, die Burg als Wohnanlage oder Hotel umzubauen. Wieder läuft die Burg Gefahr weiter zu verfallen, nicht zuletzt durch Vandalismus.
1980 wird Burg Olbrück unter Denkmalschutz gestellt und gilt seit dem auch offiziell als erhaltenswertes Kulturgut. Allerdings sind selbst die Kosten für die notdürftigsten Erhaltungsmaßnahmen so immens das, dass eine umfassende Sicherung oder gar ein Ausbau der Anlage undurchführbar scheint.
Erst als 1998 die Verbandsgemeinde Brohltal, nach Verhandlungen ihres damaligen Bürgermeisters Herman Höfer, Burg Olbrück als Pacht übernimmt, kann die Anlage unter Aufwendung erheblicher finanzieller Mittel endlich saniert werden.
Somit ist die Burg seit dem 1. September 2001 – erstmalig in ihrer Geschichte – für die Öffentlichkeit zugänglich. Seit dem ist das imposante Bauwerk nicht nur Wahrzeichen des Brohltals sondern auch eines der beliebtesten Ziele des Tourismus in der gesamten Region.

